MykoRemediation

Binden, Aufspalten und Abbauen von Schadstoffen

Binden von Schwermetallen – Binden, Aufspalten und Abbauen von Chemikalien

Binden von Schwermetallen

– Arsen
– Cadmium ⚠️
– Cesium
– Chrom
– Blei ⚠️
– Quecksilber ⚠️
– Nickel
– Zink

– Einige davon sind immer toxisch ⚠️.
– Einige von den Schwermetallen sind in geringen Mengen fördernd für lebende Organismen, aber wirken toxisch sobald sie in zu hoher Konzentration vorkommen.

Natürliches Vorkommen. Schwermetalle kommen auf natürliche Weise im Boden, Steinen und Grundgestein vor. Sie werden aber nur in geringen Mengen zB. durch Erosion und Vulkanausbrüchen freigesetzt.

Schopftintling - Coprinus comatus

Menschliche Einflüsse. In grösseren Mengen werden sie durch den Menschen in Mülldeponien, Industrie, Strassenbau, Pharma und in der Landwirtschaft freigesetzt.

Einige Beispiele dazu sind chemische Dünger und Pestizide, Klärschlamm, Bergbau und Metallschmelzen, Öl- und Gasförderung

Schwermetalle werden im Myzel und den Fruchtkörpern gebunden. Auf diese Weise werden sie aus dem System genommen. Auch radioaktive Substanzen können so gebunden werden.

Wichtig ist dabei, dass die Fruchtkörper und das Myzel gesammelt und „recycled“ werden.

Binden, Aufspalten und Abbauen von Chemikalien

Pilze sind einzigartig in ihrer Fähigkeit komplexe Substanzen zu verdauuen, die in der Natur vorkommen und solche die vom Menschen künstlich hergestellt wurden.

Die Struktur vieler chemischer Verbindungen haben Ähnlichkeit zu Lignin und Zellulose, den Hauptbestandteilen von Holz und Pflanzen.

Aus diesem Grund kommen bei der MykoRemediation die sogenannten HolzRotter zum Einsatz:
– braun Rotter. Zersetzen hauptsächlich Holz, va. Weichholz.
– weiss Rotter. Zersetzen alle Formen von Holz, werden am häufigsten eingesetzt.
– weich Rotter. Sind langsamer als die anderen Beiden, aber sind dafür in der Lage auch unter suboptimalen Umständen zu arbeiten. Sie zersetzen auch kompaktes Material, bei Kälte und hoher Feuchtigkeit.

Bodenpilze. Auch die erst in jüngster Zeit erforschten Bodenpilze, die sog. Mykorrhiza, haben vielversprechende Fähigkeiten verschiedenste Chemikalien zu zersetzen.

Zersetzung durch Enzyme.
Dies ist ein langsamer Prozess. Das Myzel zersetzt in ungefähr 48 Stunden das eigene Körpergewicht an Lingin. Dabei werden 70% in CO2 umgewandelt und die restlichen 30% sind kleine, wasserlösliche Molekulare Strukturen.

Beispiele von Chemikalien, die vom Myzel abgebaut werden können.

– Erdölderivate. Die ganzen Treibstoffe, Kunststoffe und weitere aromatische Kohlenstoffverbindungen.
– Kampfstoffe. Nervengas besteht aus Phosphor Verbindungen, die von Psilocybin Pilzen aufgespalten werden können und auch gleich für die Produktion von Psilocybin verwendet wird.
– Sprengstoffe und Munition. Können mit Enoki (Flamulina velutipes) kalt „kompostiert“ werden, ohne Gefahr zu laufen, dass sich diese entzünden.